In Schweden und Finnland befindet sich Teslas fortschrittliches Fahrerassistenzsystem in einer Phase der Erprobung und Bewertung, während eine vollständige Ausrollung die europäische Anerkennung abwartet. Nordische Behörden stellen konkrete Fragen dazu, wie das System mit Geschwindigkeitsbegrenzungen und Winterbedingungen umgeht.
In Schweden wird die Erlaubnis für öffentliche Tests unter der Bedingung erteilt, dass während der gesamten Fahrt ein speziell geschulter Sicherheitsfahrer am Steuer sitzt; eine solche Erlaubnis gilt für ein Jahr. Ein Ziel ist das Sammeln von Daten unter nördlichen Bedingungen (Eis, Schnee, geringes Licht). Zugleich verhält sich Schweden zurückhaltend bei einer EU-weiten Zulassung: Die Verkehrsbehörde äußerte Bedenken gegen die Funktion, die ein Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit erlaubt (den Speed-Offset).
In Finnland bewertet die Behörde Traficom das System FSD (Supervised) auf Grundlage der von den Niederlanden am 10. April 2026 erteilten vorläufigen Typgenehmigung, hat aber noch nicht entschieden, ob sie diese anerkennt. Zu den geprüften Punkten zählen, wie schnell ein Fahrer die Kontrolle zurückgewinnen kann, das Verhalten des Systems auf kurvenreichen Straßen mit Höhenunterschieden und eingeschränkter Sicht sowie die zulässige Geschwindigkeitsabweichung von bis zu +50% über der erkannten Begrenzung. In Finnland sind rund 6.500 kompatible Tesla-Fahrzeuge zugelassen. Traficom könnte seine Entscheidung nach dem Sommer beschleunigen, sofern zusätzliche Informationen vorliegen; eine EU-weite Abstimmung im technischen Ausschuss wird für Oktober 2026 erwartet.
Für Halter in beiden Ländern bedeutet dies, dass eine breite Verfügbarkeit von FSD (Supervised) noch nicht eingetreten ist: Das System befindet sich in der Test- und Bewertungsphase, und sein Schicksal ist an den europäischen Anerkennungsprozess gebunden.