Die norwegische Behörde Statens vegvesen (Straßenverkehrsverwaltung) hat Tesla erlaubt, FSD (überwacht) auf öffentlichen Straßen zu testen. Die Genehmigung erfolgt als Ausnahmeregelung (Dispensation) mit zweijähriger Laufzeit und gestattet den Betrieb des Systems auf bereits europäisch typgenehmigten Fahrzeugen mit modifizierter Lenk- und Geschwindigkeitssteuerung unter Aufsicht von Tesla geschulter Fahrer.
Dies ist ausdrücklich ein Testbetrieb und keine vollständige Freigabe für die breite Nutzung durch Halter. Neben ihrem Interesse an der Technik haben skandinavische Behörden mehrere Fragen aufgeworfen. Statens vegvesen erklärt, viele Anfragen aus der Bevölkerung zu erhalten, und will Tesla um Konkretes bitten: wie typische nordische Bedingungen berücksichtigt wurden, was getan wird, um eine Verwechslung mit einem vollständig selbstfahrenden Fahrzeug zu verhindern, wie Meldepflichten bei Vorfällen erfüllt werden, sowie Fragen zur Widerstandsfähigkeit des Systems gegen Manipulation und zu weiteren Sicherheitsaspekten.
Ähnliche Vorbehalte äußern die Behörden in Schweden, Finnland und Dänemark: Sie sind besorgt über das Verhalten des Systems bei Geschwindigkeitsbegrenzungen, auf vereisten und schneebedeckten Straßen sowie darüber, ob die Bezeichnung die tatsächlichen Fähigkeiten des Systems korrekt widerspiegelt.
Für Halter in Norwegen bedeutet dies, dass eine reguläre, breite Verfügbarkeit von FSD (überwacht) vorerst nicht ansteht. Die Testgenehmigung ist ein wichtiger Schritt, doch eine endgültige Entscheidung über einen breiteren Einsatz hängt von Teslas Antworten auf die Fragen der Behörde und von einer gesonderten nationalen Bewertung der Winterbedingungen ab.