Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat ihre Untersuchung des Tesla-Systems FSD (Supervised) von einer vorläufigen Bewertung zu einer technischen Analyse (Engineering Analysis) mit der Kennung EA26002 hochgestuft. Die Entscheidung fiel am 18. März 2026, und die Untersuchung umfasst rund 3,2 Millionen Fahrzeuge.
Im Mittelpunkt steht das Verhalten des Systems bei eingeschränkter Sicht. Die NHTSA stellte fest, dass der Mechanismus zur Erkennung von Leistungsminderung typische Fahrbahnbedingungen, die die Kamerasicht beeinträchtigen — darunter Sonnenblendung, Nebel und Staub —, nicht erkannte und den Fahrer nicht warnte, wenn die Leistung nachließ. Die Behörde brachte damit mehrere Vorfälle in Verbindung, darunter Fälle mit einem Todesopfer und einer verletzten Person.
Eine technische Analyse ist in der Regel die Stufe vor einer möglichen Rückrufentscheidung. Sie umfasst tiefergehende technische Prüfungen und einen Vergleich mit Systemen anderer Hersteller; nach den Regeln der NHTSA muss diese Phase binnen 18 Monaten abgeschlossen sein. Die Behörde merkte zudem an, dass Tesla Unfälle nicht immer einheitlich erfasst habe, was auf eine mögliche Untererfassung hindeutet.
Für Halter in den USA führt die Untersuchung an sich nicht zu einem Rückruf oder einer Abschaltung von FSD (Supervised): Das System bleibt verfügbar. Die Hochstufung zur technischen Analyse bedeutet jedoch, dass sich die Behörde formal dem Punkt genähert hat, an dem sie Abhilfemaßnahmen bis hin zu einem Rückruf verlangen könnte, sollte sie die Risiken für erheblich halten.